Gedankensplitter
Was mir gerade durch den Kopf geht
Mittwoch, 18. Januar 2012
Streik im Internet
Wenn man heute die Seite der englischsprachigen Wikipedia öffnet sieht man dieses Bild. Die Macher der Enzyklopädie protestieren damit gegen das geplante US-Gesetz SOPA , welches zum Urheberrechtsschutz auch auch Netzsperren bzw. DNS-Blockaden vorsieht. Damit würde eine Zensur-Infrastruktur geschaffen, die auch für beliebige andere Zwecke einsetzbar wäre. Auch einige andere Onlinedienste schlossen sich der Aktion an. Google platzierte unter seinem Suchfenster den Link zu einer Onlinepetition gegen das Gesetz. Zwar wurde im US-Repräsentantenhaus die umstrittene Gesetzesvorlage vorerst auf Eis gelegt, vom Tische ist das Thema aber nicht. Und Während das US-Repräsentantenhaus über SOPA verhandelt hatte, verfolgt der Senat mit dem „Protect IP Act“ (PIPA) eine ähnliche Initiative, die ebenfalls Internetsperren für ausländische Webseiten mit urheberrechtlich geschützten Inhalten zum Schutz amerikanischer Rechteinhaber vorsieht. Allerdings rudert der Gesetzesinitiator, der demokratische Senator Patrick Leahy, mittlerweile zurück. Nach Gesprächen mit Technikern und Bürgerrechtlern sollen zumindest DNS-Sperren aus dem Gesetz gestrichen werden.
Sonntag, 15. Januar 2012
Das geplante Anti-Piraterie-Gesetz SOPA
Der vor allem von der Film- und Musik-Industrie unterstützte SOPA hat das Ziel, dass die US-Justiz ermächtigen wird, Webserver, die gegen Urheberrechte verstoßen, unzugänglich zu machen und sowie von allen Finanzierungsmitteln abzuschneiden. Internet-Provider sollten damit gezwungen werden können, Eingriffe im Domain Name System (DNS) des Internet durchzuführen, durch die betroffene Webseiten nicht mehr aufrufbar werden.
Der Widerstand gegen SOPA hat sich in den letzten Wochen deutlich verstärkt, so hatten sich auch manche große Unternehmen bzw. deren Repräsentaten offen gegen SOPA zu Wort gemeldet. Bei Google, Amazon und Co. soll man sogar über ein zeitweiliges Abschalten der eigenen Services als Protest gegen die Gesetzesinitiative angedacht haben. Nun bekommt die öffentliche Kritik weitere Unterstützung - und zwar diesmal direkt von der Administration von US-Präsident Barack Obama.
Der Eingriff in das Domain Name System (DNS), um einzelne Seite auszufiltern stellt eine eine echte Gefahr für die Cybersicherheit ohne einen wirklich effektiven Schutz gegen Piraterie zu bieten. Der "Stop Online Piracy Act" wäre eine reine Placebomaßnahme, ohne Cyberkriminalität und Softwarediebstahl zu verhindern. Folgendes (englischsprachiges) Video erklärt sehr gut die Sinnlosigkeit von SOPA:
Der Widerstand gegen SOPA hat sich in den letzten Wochen deutlich verstärkt, so hatten sich auch manche große Unternehmen bzw. deren Repräsentaten offen gegen SOPA zu Wort gemeldet. Bei Google, Amazon und Co. soll man sogar über ein zeitweiliges Abschalten der eigenen Services als Protest gegen die Gesetzesinitiative angedacht haben. Nun bekommt die öffentliche Kritik weitere Unterstützung - und zwar diesmal direkt von der Administration von US-Präsident Barack Obama.
Der Eingriff in das Domain Name System (DNS), um einzelne Seite auszufiltern stellt eine eine echte Gefahr für die Cybersicherheit ohne einen wirklich effektiven Schutz gegen Piraterie zu bieten. Der "Stop Online Piracy Act" wäre eine reine Placebomaßnahme, ohne Cyberkriminalität und Softwarediebstahl zu verhindern. Folgendes (englischsprachiges) Video erklärt sehr gut die Sinnlosigkeit von SOPA:
Dienstag, 20. Dezember 2011
Social Media erklärt in 3 Minuten
Zitat: Das Internet kann die Menschen wirklich revolutionär positiv verändern, durch die mediale Machtverschiebung der Gesellschaft vom Anbieter zum Nachfrager. Wieder einmal bin ich absolut der Meinung von Professor Kruse!
Montag, 31. Oktober 2011
So funktioniert Social Media nicht (oder doch?)
Seit 26. Oktober ist er also online, der neue Facebook Auftritt von Werner Faymann. Mit Spannung habe ich erwartet, was auf der offiziellen Facebook-Seite des Bundeskanzlers der Republik Österreich passieren wird. Neben Werner Faymann soll dort auch ein Team von 9 Personen mit Statements, Fotos und Videos über die Aktivitäten Werner Faymanns in seiner Funktion als Bundeskanzler berichten. Heute ist der 31. Oktober, der Facebook Auftritt ist also seit 5 Tagen online und die ersten Statistiken sind eigentlich ernüchternd: Gerade einmal 3319 Fans haben sich mittels "gefällt mir" als Freunde der Seite deklariert. Das wäre an sich noch kein Drama, kombiniert man diese Zahl aber noch mit den gerade einmal 11 Postings (!), welche ausschließlich durch ein Team aus 9 Personen verfasst wurden, dann muss man sich schon die Frage stellen "wozu das ganze"?
Nun stellt die Quantität der Postings nur ein Kriterium für einen guten Social Media Auftritt dar, weitere wichtige Faktoren sind Authentizität und "Ehrlichkeit" im Sinne von wirklich persönlichen (oder zumindest persönlich wirkenden) Aussagen. Ein gutes Beispiel ist die Facebook Seite von Frank-Walter Steinmeier, auch dort glänzt man nicht mit Masse sondern mit passenden und regelmäßigen Beiträgen.
Was auf der Seite von Werner Faymann hingegen wirklich auffällt ist die teilweise sehr emotionelle und auch hasserfüllte Diskussionskultur, sehr oft an den geposteten Themen vorbei. Als Gründe dafür konnte ich im wesentlichen folgende Themenbereiche identifizieren:
Nun stellt die Quantität der Postings nur ein Kriterium für einen guten Social Media Auftritt dar, weitere wichtige Faktoren sind Authentizität und "Ehrlichkeit" im Sinne von wirklich persönlichen (oder zumindest persönlich wirkenden) Aussagen. Ein gutes Beispiel ist die Facebook Seite von Frank-Walter Steinmeier, auch dort glänzt man nicht mit Masse sondern mit passenden und regelmäßigen Beiträgen.
Was auf der Seite von Werner Faymann hingegen wirklich auffällt ist die teilweise sehr emotionelle und auch hasserfüllte Diskussionskultur, sehr oft an den geposteten Themen vorbei. Als Gründe dafür konnte ich im wesentlichen folgende Themenbereiche identifizieren:
- fehlende Möglichkeit direkt auf der Wall der Seite zu posten, man kann seine Kommentare nur als Antwort auf ein Posting platzieren was zur Folge hat, dass es teilweise Postings mit 350 Antworten gibt welche aber komplett zerfleddert sind
- nicht existierende Interaktion zwischen dem Kanzler und den Nutzern der Seite
- sehr, sehr eingeschränkte Interaktion des 9 köpfigen Teams mit den Nutzern der Seite, man könnte auch von einer nicht existierenden Moderation sprechen. Klar, das ist auf einer Social Media Plattform ein zweischneidiges Schwert.
- Fehlende Erklärung zu den kolportierten Kosten von EUR 180.000,- für den Social Media Auftritt im Ganzen. Eine Aufschlüsselung würde hier für mehr Transparenz sorgen.
Es macht für mich den Eindruck, dass Werner Faymann seine eigene Facebook Seite noch gar nicht zu Gesicht bekommen hat. Und das gefällt den Nutzern seiner Seite überhaupt nicht wie man an den dortigen Postings erkennen kann. Ob sich die Facebook Seite von Werner Faymann noch zum besseren wandeln kann? Ich habe keine Ahnung, aber ehrlich gesagt kein allzu gutes Gefühl.
Sonntag, 9. Oktober 2011
Facebook weicht wieder einmal die Privatsphäre auf
Es ist wieder eimal so weit, Facebook schraubt erneut ohne Wissen der Betroffenen an den Einstellungen der Privatsphäre. Nunmehr erlaubt Facebook standardmäßig auch Nicht-Freunden Leute in Postings zu markieren. Bisher war das nur für Freunde und gelikte Fangeisen möglich. Angelehnt an Twitter kann man nun über das @-Zeichen einen Hyperlink zu einer Person erzeugen, die bei dieser auch auf der Pinnwand erscheint. Ähnlich ist das auch für Seiten möglich, mit denen man verbunden ist. Nun kann man das mit allen machen, auch wenn man nicht befreundet oder Fan ist. Wenn man das nicht will muss also wieder in die Privatsphäre-Einstellungen bei Facebook einsteigen um dies dort zu verhindern. In diesem Artikel wird beschrieben, wie man seine Privatsphäre-Einstellungen richtigstellen kann.
Donnerstag, 22. September 2011
Google+ ab sofort für alle offen
Google öffnet sein Social-Media-Projekt Google+ für alle interessierten Teilnehmer. Nach 90 Tagen im intensiven Feldtest (zuerst nur für Mitarbeitende, danach für ausgewählte Eingeladene) und ebenso vielen dokumentierten Verbesserungen können sich ab sofort alle ein Google+ Konto zulegen. Auf die Startseite gelangt man am einfachsten über http://www.google.com/+
Donnerstag, 8. September 2011
Bloggen mit der neuen Blogger App
Und diese App gibt es jetzt auch für iPhone und Co. Gut so :-)
Fotos hochladen geht auch wie man sieht.
Fotos hochladen geht auch wie man sieht.
Sonntag, 28. August 2011
The Political Compass
The Political Compass ist ein Online-Fragebogen, mit dem man für sich selbst feststellen kann, wo man im politischen Spektrum steht. Das klassische Links-Rechts-Spektrum wird im Fragebogen erweitert, indem man auf zwei verschiedenen Skalen jeweils mit +10 bis -10 eingeordnet wird, und zwar einerseits auf einer sozialen Skala (+10 = 'Fascism'; -10 = 'Anarchism') und andererseits einer wirtschaftlichen Skala (+10 = 'Neo-liberalism'; -10 = 'Communism'). Ein Übersetzung der Fragen gibt es beispielsweise hier, aber auch mit den Google Sprachtools kann mann sich gegebenenfalls helfen. Die Auswertung meines Fragebogens ergab übrigens bei der Economic Left/Right Positionierung einen Wert von -6.88 und beim der Social Libertarian/Authoritarian Bewertung einen Wert von -7.59.
Ich hätte mich selbst ehrlich gesagt überhaupt nicht so weit links im politischen Spektrum eingeschätzt. Wobei es natürlich auch noch einen Riesenunterschied macht, ob man einen Fragebogen ausfüllt oder im täglichen Leben die entsprechenden Werte auch wirklich lebt und von anderen einfordert.
Ich hätte mich selbst ehrlich gesagt überhaupt nicht so weit links im politischen Spektrum eingeschätzt. Wobei es natürlich auch noch einen Riesenunterschied macht, ob man einen Fragebogen ausfüllt oder im täglichen Leben die entsprechenden Werte auch wirklich lebt und von anderen einfordert.
Freitag, 26. August 2011
Avaaz - Social Media für Menschenrechte
Avaaz ist eine US-amerikanische Stiftung und Internationale Nichtregierungsorganisation, die eine internetbasierte Beteiligungsplattform betreibt. Sie wurde im Jahr 2007 von dem britisch-kanadischen früheren UN-Mitarbeiter Ricken Patel und anderen Aktivisten aus dem Umfeld von Res Publica, einer progressiven US-amerikanischen Organisation, und von MoveOn, einer Vorfeldorganisation der US-Demokraten, gegründet.
Avaaz - bedeutet "Stimme" in vielen Sprachen Osteuropas, des Mittleren Ostens sowie Asiens - ging 2007 mit einer einfachen demokratischen Mission aufs Netz: Bürgerinnen und Bürger auf der ganzen Welt zu mobilisieren, um gemeinsam die Lücke zwischen der Welt, die wir haben und der Welt, die wir uns wünschen zu schließen. Früher mussten sich internationale Bürgergruppen und soziale Bewegungen für jedes einzelne Problem neu zusammenfinden, Jahr für Jahr und von Land zu Land, um die Reichweite aufzubauen, die etwas bewegen konnte.
Avaaz will möglichst viele Menschen verbinden, um in deren Sinne Einfluss auf internationale Themen zu nehmen. Die Bandbreite an Themen ist für eine Nichtregierungsorganisation relativ groß: sie reicht von Menschenrechten über Umweltschutz bis hin zur Verhinderung beziehungsweise Beendigung von Kriegen. Dabei strebt Avaaz an, drängende Themen, für die in der Bevölkerung bereits Interesse oder sogar eine Mehrheit besteht, gegen politische Führer durchzusetzen - daher auch die Namensgebung "Avaaz": die Organisation will den Bürgern also eine "Stimme" geben.
Die jüngste Kampagne von Avaaz beschäftigt sich mit dem Nahostkonflikt, Ziel ist die Schaffung einer Zweistaatenlösung Israel/Palästina welche ja schon von vielen Entscheidungsträgern der Politik angestrebt wird. Leider gibt es immer noch viele reaktionäre Kräfte auf beiden Seiten, die diese Lösung mit aller Kraft verhindern wollen.
Avaaz - bedeutet "Stimme" in vielen Sprachen Osteuropas, des Mittleren Ostens sowie Asiens - ging 2007 mit einer einfachen demokratischen Mission aufs Netz: Bürgerinnen und Bürger auf der ganzen Welt zu mobilisieren, um gemeinsam die Lücke zwischen der Welt, die wir haben und der Welt, die wir uns wünschen zu schließen. Früher mussten sich internationale Bürgergruppen und soziale Bewegungen für jedes einzelne Problem neu zusammenfinden, Jahr für Jahr und von Land zu Land, um die Reichweite aufzubauen, die etwas bewegen konnte.
Avaaz will möglichst viele Menschen verbinden, um in deren Sinne Einfluss auf internationale Themen zu nehmen. Die Bandbreite an Themen ist für eine Nichtregierungsorganisation relativ groß: sie reicht von Menschenrechten über Umweltschutz bis hin zur Verhinderung beziehungsweise Beendigung von Kriegen. Dabei strebt Avaaz an, drängende Themen, für die in der Bevölkerung bereits Interesse oder sogar eine Mehrheit besteht, gegen politische Führer durchzusetzen - daher auch die Namensgebung "Avaaz": die Organisation will den Bürgern also eine "Stimme" geben.
Die jüngste Kampagne von Avaaz beschäftigt sich mit dem Nahostkonflikt, Ziel ist die Schaffung einer Zweistaatenlösung Israel/Palästina welche ja schon von vielen Entscheidungsträgern der Politik angestrebt wird. Leider gibt es immer noch viele reaktionäre Kräfte auf beiden Seiten, die diese Lösung mit aller Kraft verhindern wollen.
Samstag, 6. August 2011
150 Einladungen zu Google+
Ab sofort kann man noch schneller Freunde zu Google+ einladen. In Zukunft braucht man als Google+ Nutzer nämlich keine Mail-Adressen eintragen, sondern erhält einen Link über das Invite-Menü, der quasi zur Einladung taugt. Dieser Link ist dann für 150 Einladungen gut. Gerne möchte ich meine 150 Einladungen hier öffentlich vergeben. Einfach auf diesen Link klicken wenn man noch kein Google+ Konto hat und die Einladung annehmen. 3-2-1 los geht's ....
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