Freitag, 26. April 2013

Meine ersten Erfahrungen mit Philps HUE

Jetzt kann man also man per App die Beleuchtung im Haus steuern, Farbe und Farbtemperatur jeder Lampe regeln und Lichtstimmungen erzeugen. Das ist was für mich habe ich mir gedacht und mir kurzerhand das (endlich wieder lieferbare) Philips HUE System mit einer vierten Lampe extra zugelegt.

Die Installation des ganzen Systems ist irgendwie "Apple" like, also wirklich sehr einfach und komfortabel. Zuerst raus mit den alten Glühlampen, rein mit den Philips-Leuchten. Ich habe jetzt einmal zwei Lampen über dem Esstisch, eine für die gesamte Wohnzimmerbeleuchtung und eine hinter dem Fernseher platziert. Die Lampen sich natürlich schwerer als normale LED Lampen, schließlich enthalten sie auch die eingebaute ZigBee WLAN Technologie zur Fernsteuerung. Sie passen in jede Fassung vom E27, also die große Fassung.

Danach musste ich nur noch die mitgelieferte Smartbridge, also das Steuergerät der Lampen, per Netzwerkkabel an den Router angehängt werden. Das war es auch schon, um das System zum Laufen zu bringen. Es sind weder Netzwerkeinstellungen vorzunehmen noch sonstige Kabel zu verlegen. Die HUE-Lampen konfigurieren und vernetzen sich praktisch selbst. An der Smartbridge gibt es einen Knopf, den man drücken muss, um ein iOS-Gerät damit zu verbinden. Und dann beginnt der eigenliche Spaß. Download der HUE-App auf iPhone und iPad und Konfiguration der Lampen in Gruppen oder individuell. Man kann sich wirklich austoben in Farbe und Helligkeit der Lampen.

Und noch etwas wichtiges, wenn man die Lampen einfach ausschaltet und wieder einschaltet leuchten sie in schönem neutralen Weiß. Das ist der sogenannte "Ehefraumodus" - d.h. im schlimmsten Fall können alle Lampen damit einfach als normale Glühbirnen verwendet werden bis man sie mittels der App wieder in den gewünschten Modus schaltet.

Philips HUE kann noch viel mehr: Zeitgesteuertes Ein- und Ausschalten jeder einzelnen Lampe, Fernsteuerung via App auch von unterwegs u.v.m. Und durch die verwendete SmartLink Technologie kann man das ganze HUE System auch mit SmartLink Zwischensteckern zum Ein- und Ausschalten von Elektrogeräten verwenden oder auch die Effektlampen Philips Living Colors (ab Generation 2) verwenden. Auch auch um die günstigeren Living Whites Energiesparlampen lässt sich das HUE System erweitern.

Und auch als Glühbirnen taugen die modernen HUE LED Lampen mittlerweile absolut, sowohl was die Farbtemperatur als auch die Helligkeit betrifft. Ganz generell werde ich das HUE System nicht so sehr als bunten Effektmacher sondern zur Programmierung von fein abgestimmten Weißtönen verwenden. Beispielsweise kältere Weißtöne wenn man sich konzentrieren will oder gemütliches Weiß zum chillen oder fernsehen.

Fazit: Ich bin sehr zufrieden und werde das HUE System im Lauf der Zeit sicher auf das gesamte Haus erweitern.

Mittwoch, 3. April 2013

Mailbox - die neue, einfache Mailverwaltung am iPhone

"Mailbox zero" - das ist die Devise welche sich die Entwickler der gleichnamigen App zum Motto gemacht haben. Angeblich 100 Millionen Dollar hat Dropbox für diese App von ausgegeben, nunmehr ist dieses Unternehmen und nicht mehr der ursprüngliche Entwickler Orchestra in deren Besitz.

Vor allem einen übersichtlicheren und benutzerfreundlichen Umgang mit der täglichen Mailflut verspricht die App. Dies hat man einerseits durch eine Chat-ähnliche Darstellung des E-Mail Verlaufs geschafft. Andererseits verwendet Mailbox verstärkt das Touch-Display des iPhone, E-Mails werden durch den Wechsel von Wischintensität und -richtung in verschiedene Ordner geschoben werden. So kann man beispielsweise festlegen, ob eine Nachricht später am Tag, nächste Woche oder zu einem anderen Zeitpunkt erneut "erscheinen" soll. Dadurch erreicht man sehr leicht ein aufgeräumtes Postfach.

Momentan lässt sich die kostenlose iPhone-App nur mit einem Gmail-Account verknüpfen. Außerdem müssen sich Interessenten wegen der großen Nachfrage bis zur Freischaltung ein paar Tage gedulden, bei mir hat es rund eine Woche gedauert. Aber das Warten hat sich definitiv ausgezahlt, ich empfehle jedem iPhone Nutzer die App unbedingt auszuprobieren.

Freitag, 18. Mai 2012

Jetzt also auch Pinterest

Pinterest ist also auch bei mir angekommen, und es ist ein spannendes Onlineservice. Die Entwickler von Cold Brew Labs haben Pinterest auf die vordersten Ränge im Bereich Social Media katapultiert: nach Verweildauer liegt Pinterest in manchen Ländern nur noch hinter Tumblr, der großen Konkurrenz wenn es um das Inspirieren von Millionen geht. Worum geht es aber eigentlich bei Pinterest? Es ist ein soziales Netzwerk, in dem Nutzer Bilder-Kollektionen mit Beschreibungen an virtuelle Pinnwände heften können. Andere Nutzer können dieses Bild ebenfalls teilen (repinnen), liken oder kommentieren. Mehr Erklärung macht keinen Sinn, einfach einen Account anlegen und ausprobieren, mir gefällt es :-)

Ich bin unter folgenden Adresse zu finden: http://pinterest.com/michaelmrak/

Montag, 9. April 2012

Aus SOPA wird CISPA

Anfang des Jahres gab es in den USA große Proteste gegen das geplante Anti-Piraterie-Gesetz SOPA (Stop Online Piracy Act). Große Seiten wie Wikipedia beteiligten sich am Widerstand und färbten ihre Seiten schwarz. Doch einige Kongressmitglieder in den USA geben nicht auf. Mit CISPA (Cyber Intelligence Sharing and Protection Act) gibt es einen neuen Gesetzesentwurf, der noch restriktiver gegen Cyber-Kriminalität vorgehen soll. Das Ziel des Gesetzesentwurfs ist die Bekämpfung von Online-Kriminalität. Mit dabei sind selbstverständlich so vage Formulierungen, die zu Maßnahmen wie eine verstärkte Echtzeit-Onlineüberwachung und natürlich wieder Netzsperren führen können. Mit Hilfe des Gesetzes könnten die Behörden Firmen wie Google, Facebook, Twitter und AT&T unter Druck setzen, Kommunikationsdaten ihrer Nutzer weiterzugeben. Es reicht der Verdacht auf illegale Machenschaften.

Samstag, 7. April 2012

Das Google Art Project

Wann war ich eigentlich das letzte Mal in einem Museum? Es ist ja immer gleich. Ich sehe ein Plakat für eine Ausstellung, die ich unbedingt anschauen will. Dann steht beispielsweise "Ausstellung läuft bis September". Und dann ist es Oktober und ich ärgere mich, dass ich es wieder einmal verschwitzt habe. Jetzt gibt es aber eine mögliche Alternative: Das Google Art Project. Google stellt mehr also 30.000 Bilder online zur Verfügung. Und man kann sie ohne Wartezeit und Eintrittsgeld im Web bewundern.


Das Google Art Project hat nun auch Kunst aus österreichischen Museen in seiner Sammlung. Vergangene Woche wurde die österreichische Beteiligung an dem Projekt im Wiener Kunsthistorischen Museum (KHM) präsentiert. Neben dem KHM, das mit 150 Objekten an dem Projekt teilnimmt, stellen auch Albertina und das Leopold Museum stellen Teile ihrer Sammlungen zur Verfügung. Ich finde das interessant, wenn auch die Bildschirmauflösung und Farbtiefe eines normalen und nicht justierten Monitors sicher oftmals einen ziemlichen Qualitätsverlust beim Kunstgenuss bedeutet. Aber vielleicht motiviert mich das Google Art Project ja dann doch wieder öfter in ein wirkliches Museum zu gehen.

Samstag, 24. März 2012

Österreich wird am 1. April zum Überwachungs- und Polizeistaat

Kein Scherz, leider trifft die Titelzeile völlig zu. Am 1. April 2012 tritt in Österreich die Vorratsdatenspeicherung in Kraft. Trotz vieler Kritik wurde die Umsetzung der EU-Richtlinie "2006/24/EG über die Vorratsspeicherung von Daten" in das österreichische Gesetz bereits im Frühling 2011 vom Nationalrat abgesegnet. Jedes Telefonat und SMS wird ab 1. April mitprotokolliert und sechs Monate lang gespeichert - als würde der Staat genau Buch darüber führen, wer einen Brief an welche Person schickt. Was genau müssen alle Serviceprovider ab 1. April speichern:
  • SIM-Karte: Standort (dauerhaft)
  • Telefonat: IMSI & IMEI der Geräte, Zeitpunkt, Dauer, Standort
  • SMS: Sender, Empfänger und Zeitpunkt, Standort
  • E-Mail: E-Mail Adressen und IP von Sender & Empfänger, Zeitpunkt
  • Mobile Internetverbindung: IP, Einwahlzeitpunkt & Dauer, Standort
  • Festnetz Internetverbindung: IP, Einwahlzeitpunkt & Dauer
Diese unverhältismäßigen Überwachungsmaßnahmen wurden ursprünglich mit Terrorismusbekämpfung argumentiert. Jetzt steht dieses Werkzeug den Polizeibehörden ohne jegliche richterliche Kontrolle auch schon bei Verdacht auf schwere Straftaten zur Verfügung. Denn wenn die Polizei behauptet, dass Gefahr für Leib und Leben besteht, darf sie auch ohne richterliche Anordnung auf alle diese Daten zugreifen.

In einigen Europäischen Ländern gab es in letzer Minute noch einen Umdenkprozess. Unter anderem in Deutschland wurde die Vorratsdatenspeicherung bereits als verfassungswidrig erklärt und tritt derweilen nicht in Kraft. Es gibt also noch Hoffnung … hoffentlich auch in Österreich.

Weitere Infos gibt es hier, gegen die Vorratsdatenspeicherung unterschreiben kann man hier.

Mittwoch, 18. Januar 2012

Streik im Internet

Wenn man heute die Seite der englischsprachigen Wikipedia öffnet sieht man dieses Bild. Die Macher der Enzyklopädie protestieren damit gegen das geplante US-Gesetz SOPA , welches zum Urheberrechtsschutz auch auch Netzsperren bzw. DNS-Blockaden vorsieht. Damit würde eine Zensur-Infrastruktur geschaffen, die auch für beliebige andere Zwecke einsetzbar wäre. Auch einige andere Onlinedienste schlossen sich der Aktion an. Google platzierte unter seinem Suchfenster den Link zu einer Onlinepetition gegen das Gesetz. Zwar wurde im US-Repräsentantenhaus die umstrittene Gesetzesvorlage vorerst auf Eis gelegt, vom Tische ist das Thema aber nicht. Und Während das US-Repräsentantenhaus über SOPA verhandelt hatte, verfolgt der Senat mit dem „Protect IP Act“ (PIPA) eine ähnliche Initiative, die ebenfalls Internetsperren für ausländische Webseiten mit urheberrechtlich geschützten Inhalten zum Schutz amerikanischer Rechteinhaber vorsieht. Allerdings rudert der Gesetzesinitiator, der demokratische Senator Patrick Leahy, mittlerweile zurück. Nach Gesprächen mit Technikern und Bürgerrechtlern sollen zumindest DNS-Sperren aus dem Gesetz gestrichen werden.

Sonntag, 15. Januar 2012

Das geplante Anti-Piraterie-Gesetz SOPA

Der vor allem von der Film- und Musik-Industrie unterstützte SOPA hat das Ziel, dass die US-Justiz ermächtigen wird, Webserver, die gegen Urheberrechte verstoßen, unzugänglich zu machen und sowie von allen Finanzierungsmitteln abzuschneiden. Internet-Provider sollten damit gezwungen werden können, Eingriffe im Domain Name System (DNS) des Internet durchzuführen, durch die betroffene Webseiten nicht mehr aufrufbar werden.

Der Widerstand gegen SOPA hat sich in den letzten Wochen deutlich verstärkt, so hatten sich auch manche große Unternehmen bzw. deren Repräsentaten offen gegen SOPA zu Wort gemeldet. Bei Google, Amazon und Co. soll man sogar über ein zeitweiliges Abschalten der eigenen Services als Protest gegen die Gesetzesinitiative angedacht haben. Nun bekommt die öffentliche Kritik weitere Unterstützung - und zwar diesmal direkt von der Administration von US-Präsident Barack Obama.

Der Eingriff in das Domain Name System (DNS), um einzelne Seite auszufiltern stellt eine eine echte Gefahr für die Cybersicherheit ohne einen wirklich effektiven Schutz gegen Piraterie zu bieten. Der "Stop Online Piracy Act" wäre eine reine Placebomaßnahme, ohne Cyberkriminalität und Softwarediebstahl zu verhindern. Folgendes (englischsprachiges) Video erklärt sehr gut die Sinnlosigkeit von SOPA:

Dienstag, 20. Dezember 2011

Social Media erklärt in 3 Minuten

Zitat: Das Internet kann die Menschen wirklich revolutionär positiv verändern, durch die mediale Machtverschiebung der Gesellschaft vom Anbieter zum Nachfrager. Wieder einmal bin ich absolut der Meinung von Professor Kruse!

Montag, 31. Oktober 2011

So funktioniert Social Media nicht (oder doch?)

Seit 26. Oktober ist er also online, der neue Facebook Auftritt von Werner Faymann. Mit Spannung habe ich erwartet, was auf der offiziellen Facebook-Seite des Bundeskanzlers der Republik Österreich passieren wird. Neben Werner Faymann soll dort auch ein Team von 9 Personen mit Statements, Fotos und Videos über die Aktivitäten Werner Faymanns in seiner Funktion als Bundeskanzler berichten. Heute ist der 31. Oktober, der Facebook Auftritt ist also seit 5 Tagen online und die ersten Statistiken sind eigentlich ernüchternd: Gerade einmal 3319 Fans haben sich mittels "gefällt mir" als Freunde der Seite deklariert. Das wäre an sich noch kein Drama, kombiniert man diese Zahl aber noch mit den gerade einmal 11 Postings (!), welche ausschließlich durch ein Team aus 9 Personen verfasst wurden, dann muss man sich schon die Frage stellen "wozu das ganze"?

Nun stellt die Quantität der Postings nur ein Kriterium für einen guten Social Media Auftritt dar, weitere wichtige Faktoren sind Authentizität und "Ehrlichkeit" im Sinne von wirklich persönlichen (oder zumindest persönlich wirkenden) Aussagen. Ein gutes Beispiel ist die Facebook Seite von Frank-Walter Steinmeier, auch dort glänzt man nicht mit Masse sondern mit passenden und regelmäßigen Beiträgen.

Was auf der Seite von Werner Faymann hingegen wirklich auffällt ist die teilweise sehr emotionelle und auch hasserfüllte Diskussionskultur, sehr oft an den geposteten Themen vorbei. Als Gründe dafür konnte ich im wesentlichen folgende Themenbereiche identifizieren:
  • fehlende Möglichkeit direkt auf der Wall der Seite zu posten, man kann seine Kommentare nur als Antwort auf ein Posting platzieren was zur Folge hat, dass es teilweise Postings mit 350 Antworten gibt welche aber komplett zerfleddert sind
  • nicht existierende Interaktion zwischen dem Kanzler und den Nutzern der Seite
  • sehr, sehr eingeschränkte Interaktion des 9 köpfigen Teams mit den Nutzern der Seite, man könnte auch von einer nicht existierenden Moderation sprechen. Klar, das ist auf einer Social Media Plattform ein zweischneidiges Schwert.
  • Fehlende Erklärung zu den kolportierten Kosten von EUR 180.000,- für den Social Media Auftritt im Ganzen. Eine Aufschlüsselung würde hier für mehr Transparenz sorgen.
Es macht für mich den Eindruck, dass Werner Faymann seine eigene Facebook Seite noch gar nicht zu Gesicht bekommen hat. Und das gefällt den Nutzern seiner Seite überhaupt nicht wie man an den dortigen Postings erkennen kann. Ob sich die Facebook Seite von Werner Faymann noch zum besseren wandeln kann? Ich habe keine Ahnung, aber ehrlich gesagt kein allzu gutes Gefühl.